1. Den richtigen Zeitpunkt wählen
Gute Gelegenheiten sind das jährliche Mitarbeitendengespräch, neue Verantwortung, ein abgeschlossenes Projekt oder ein Stellenangebot von aussen. Bitte um einen eigenen Termin – nicht zwischen Tür und Angel.
2. Den Marktwert einschätzen
Schätze ehrlich ein, was deine Funktion mit deiner Erfahrung in deiner Region und Branche üblicherweise verdient. Gute Quellen:
- der Lohnrechner Salarium des Bundesamts für Statistik
- Lohnerhebungen von Berufsverbänden und Gewerkschaften
- Gesamtarbeitsverträge (GAV), falls deine Branche einen hat
3. Argumente aus deiner Leistung sammeln
Arbeitgeber reagieren auf Ergebnisse, nicht auf persönliche Gründe wie gestiegene Kosten. Sammle konkrete Belege:
- Projekte, die du erfolgreich abgeschlossen hast – mit Zahlen, wenn möglich
- zusätzliche Aufgaben und Verantwortung seit dem letzten Gespräch
- Weiterbildungen und neues Fachwissen
- positives Feedback von Kundschaft oder Vorgesetzten
4. Eine klare Forderung festlegen
Nenne eine konkrete Zahl und kenne dein Minimum. Wer keine Zahl nennt, überlässt dem Gegenüber den Anker.
5. Auf Einwände vorbereitet sein
| Einwand | Mögliche Antwort |
|---|---|
| „Das Budget ist ausgeschöpft.“ | „Verstehe ich. Können wir eine Anpassung auf einen festen Zeitpunkt vereinbaren?“ |
| „Nächstes Jahr vielleicht.“ | „Was müsste ich bis dahin konkret erreichen? Halten wir das schriftlich fest?“ |
| „Andere verdienen auch nicht mehr.“ | „Mir geht es um meine Leistung und meine Aufgaben – hier die Beispiele.“ |
6. Alternativen zum Lohn kennen
Klappt es mit mehr Lohn nicht, sind oft andere Dinge möglich: Bonus, zusätzliche Ferientage, ein anderes Pensum, Homeoffice, eine bezahlte Weiterbildung oder ein neuer Titel.
7. Üben – laut
Sprich deine Argumente laut durch. Wer die ersten Sätze geübt hat, wirkt ruhiger und überzeugender.
So hilft dir fascis
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Der Skill bereitet das Gespräch mit dir vor – und spielt es danach mit dir durch.
- Argumente aus deinen Leistungen sammeln und überzeugend formulieren
- Antworten auf typische Einwände vorbereiten
- Rollenspiel: Die KI spielt deine Vorgesetzte oder deinen Vorgesetzten – mit „Feedback“ erfährst du, was du besser sagen kannst
Zum Beispiel: „Bereite mich auf mein Lohngespräch nächste Woche vor. Ich arbeite als … seit … Jahren.“
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Häufige Fragen
Soll ich die erste Zahl nennen?
Meist ja. Eine gut begründete Zahl setzt einen Anker, an dem sich das Gespräch orientiert.
Wie oft darf ich nach mehr Lohn fragen?
Üblich ist einmal pro Jahr oder bei einer deutlichen Veränderung deiner Aufgaben.
Was, wenn die Antwort Nein ist?
Frag nach den Kriterien für eine spätere Erhöhung und halte sie schriftlich fest. Oder verhandle über Alternativen zum Lohn.
Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.